Mit Papier & Bleistift auf der Startlinie

Kreativ auf dem Papier war ich von Kind an. Während der Schulzeit portraitierte ich oft lieber Mitschüler und Lehrer als komprimiertes Wissen von der Tafel ins Heft zu übertragen.

Ein erster Platz in einem hessenweiten Schul-Malwettbewerb beflügelte. Es folgten handgefertigte Abenteuer-Comics und Schüler-Magazine in Eigenproduktion.

Mit klarerer Sicht große Freiheiten entdecken

Die Errungenschaften des technischen Fortschritts beäugte ich argwöhnisch und machte da einfach nicht mit. Das hieß als Konsequenz bis ins Studium hinein: Kein Handy, kein Internet, und nur so viel Computer wie nötig. Klassischer Kommunikation und Design in Handarbeit fühlte ich mich deutlich verbundener.

Doch dann kam der Aha-Moment, der alles aufbrach. Während eines Praktikums in einer Internet-Agentur erkannte ich, dass Software-Programme weitere Werkzeuge für eine weiterreichende Schaffensfreiheit sind. Und das weltweite Netz eine ungeahnte dynamische Spielwiese mit neuem Raum voller visueller Kommunikation, Animation und Interaktion ist, die es zu konzipieren und gestalten gilt. Ich musste anerkennen, dass das damals noch recht neue Medium ja doch einen tatsächlichen Mehrwert für den Nutzer darstellt. Neben dem herkömmlichen zweidimensionalen Gestalten war nun mein Interesse am Erschaffen virtueller Informationssysteme hinzugekommen. Es war eine fantastische Bereicherung.

Von neuen Horizonten inspirieren lassen

Zeitgleich reiste ich viel im griechischen Inselmeer umher, von einer Insel zur nächsten. Diese Intensität der Farben, das harmonische Zusammenspiel der Elemente und die natürlich wirkende Symbiose von Architektur und Natur – all das zog mich mit Leichtigkeit in ihren Bann. Dazu der ständige Blick auf den Horizont. Diese absolut kompromisslose klare Linie, sie hilft mir bis heute, Problemstellungen jeglicher Couleur zu meistern. Auf ihr lassen sich Chaos, Gedanken, Ideen übersichtlich ausbreiten, in Ruhe betrachten, strukturieren und schließlich zu etwas gänzlich Neuem formen. So entstand – als Diplomarbeit – ein umfassendes Touristik-Informationssystem über die griechischen Inseln.

Eigenständiges kreieren, Nähe schaffen

Nach dem Studium war ich, erst als Webdesigner, dann als Creative Director, bei einer Darmstädter Werbe- und Internet-Agentur angestellt. Hier durfte ich viele Webseiten für angesagte Künstler aus der Musikbranche erstellen, unter anderen auch für Die Fantastischen Vier. Diese war so stark, dass sie für den Echo in der Kategorie „Beste nationale Künstler-Webseite“ nominiert wurde. Gewonnen hatte an dem Abend der Verleihung ein anderer, aber bestärkt war ich dennoch. Nämlich darin, den Fokus weiter auf eine eigenständige, charakterstarke und benutzernahe Gestaltung zu setzen.

Diesen Anspruch übertrug ich auch auf den Print-Bereich. Ich wollte diesen zu oft geleckten und sterilen Erscheinungsbildern mehr Wärme und Authentizität verleihen. Wollte sie nahbarer machen für den Betrachter und Nutzer. Denn das Design kommuniziert mit einem Menschen, und nicht mit emotionsloser Materie.

Konsequent immer noch ein Stück weiter gehen

Im Jahr 2002 war die Zeit reif für die Selbstständigkeit. In Darmstadt eröffnete ich ein Büro für Webdesign, Grafik-Design und Fotografie – es besteht bis heute, und es ist kein Tag wie der andere. Denn keine Herausforderung ist wie die andere.

Was dabei konstant bleibt, ist der Anspruch – egal wie klein oder groß das Projekt auch ist: Volle Aufmerksamkeit und Einsatz mit Bauch, Herz und Verstand. In allen Arbeitsschritten. Mit dem Fokus auf das Wesentliche und der klaren geraden Linie vor dem geistigen Auge. Das Tolle daran ist: Der Horizont markiert nicht die Begrenzung, sondern weist den Anfang von Wegen zu unendlich vielen Möglichkeiten. Woraus Einzigartiges entsteht.

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